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„Teilen wie St. Martin“ hieß das Motto der diesjährigen Projektwoche der Peter-Jordan-Schule. Vom 09. bis 12. November setzten sich alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-10 mit dem Grundgedanken des Martinsfestes auseinander.

Coronabedingt konnten in diesem Jahr weder eine gemeinsame Projekteinführung noch ein Martinsumzug stattfinden. Dennoch sollte die besondere Atmosphäre einer gemeinsam erlebten Projektwoche nicht zu kurz kommen. Mit Hilfe verschiedener Kooperationsspiele hatte jede Klasse zu Beginn der Projektwoche die Aufgabe, Puzzleteile für das große Martinsbild zu erspielen. Nur miteinander und füreinander konnten die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen die Spielaufgaben bewältigen und so Martins Hilfe spielerisch nachempfinden. Während beim „Kaffeebohnenspiel“ Kaffeebohnen oder Bonbons mit so wenigen Tauschoptionen wie möglich fair untereinander aufgeteilt werden mussten, dienten Eisschollen dazu, einen vorgezeichneten Weg zu finden und gemeinsam zu beschreiten. Jedes gewonnene Spiel ermöglichte es den Klassen passend zur Martinsgeschichte vorbereitete Puzzleteile zu erspielen, welche abschließend ein aus allen Klassen erstelltes Fensterbild ergaben.

Ausgehend von der Martinsgeschichte setzten sich viele Schülerinnen und Schüler anschließend mit der Frage auseinander, ob St. Martins Tat auch heute aktuell ist. Anhand von ausgewählten Fotos und Erzählungen wurde deutlich, dass es in unserem Alltag ausreichend Situationen gibt, in denen Martins Handeln gefragt wäre. Schnell erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass Obdachlosigkeit, Armut, Hunger und Gewalt aktuelle Ereignisse darstellen, die jedem von uns im Alltag begegnen können und in denen wir zu oft wegschauen ohne zu helfen. In einer Klasse wurde Kirsten Boies Werk „Bestimmt wird alles gut“ gelesen und auf die Martinsgeschichte bezogen. Gleichzeitig wurde in vielen Klassen der Mittel- und Oberstufe die Unterschiede zwischen Historie und Legende Martins herausgearbeitet.

Doch auch die praktische Arbeit kam nicht zu kurz: So wurden in allen Klassen Laternen zur Fensterdekoration oder für den abschließenden schulinternen Lichterkreis gebastelt. So versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler unter Einhaltung der Corona-Regeln am letzten Projekttag zu einer großen Runde auf dem Schulhof. Hier konnten mit Blick auf ein kleines Martinsfeuer selbst gebastelte Fackeln, Laternen mit Keith Harring Motiven, Häuser aus Milchtüten, Käse- und Monsterlaternen hochgehalten und gegenseitig bewundert werden. Das von der Klasse 6 vorbereitete Martinsspiel ließ alle Schülerinnen und Schüler noch einmal die damaligen Geschehnisse vor Augen führen und trug mit zu einem besonderen Martinsfest bei. Abschließend freuten sich alle Schülerinnen und Schüler über die ausgeteilten Martinstüten, die im Vorfeld durch die Elternschaft und den Förderverein gesponsert und coronagemäß verpackt wurden.

Bildunterschrift: „Teilen wir St. Martin“ hieß das Motto der Projektwoche an der Peter-Jordan-Schule. Das gemeinsam erstellte Martinsfenster lud die Schülerinnen und Schüler schon von Weitem auf Spurensuche Martins ein.